Reisebericht - 2. Woche               1. Woche   -   3. Woche   -   4. Woche 





Tag 8 - Dienstag 02.05.2006


Start: Las Vegas
Ziel: Grand Canyon Village
Route: Hoover Dam, Route 66, Roadkill Cafe, Grand Canyon

Gefahrene Meilen: 300

Hotelkritik: Die Thunderbird Lodge hat einfache aber saubere Zimmer. Die Lage rechtfertigt den etwas höheren Preis. Unbedingt so früh wie möglich reservieren, sie Hotels hier im National Park sind fast immer ausgebucht!

Bericht:
Jessis Wecker klingelt um 5:40 Uhr, schnell duschen, Haare waschen und das Bad für die Nächsten frei machen. Nach dem Frühstück sind wir gegen viertel nach 8 auf der Straße. Das Navi berechnet erneut über 7 Stunden Fahrtzeit für den heutigen Tag. Zuerst führt uns der Weg über den Hoover Damm. Hier lassen wir die Besichtigungstour durch den Damm aus und machen nur ein paar Fotos von außen. Weiter geht es über die I 93 über Kingman nach Seligman. Hier fahren wir ein kurzes Stück die Route 66 und finden ein super uriges Lokal „Roadkill Cafe“.

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Hier gibt’s typisch amerikanisches Essen. Richtig gebrutzelte Hamburger und Steaksandwiches. Die Cola wird in 1-Liter-Einmachgläsern serviert – unglaublich. Kostenloses Refill ist im Preis inbegriffen – hahaha wer soll das schaffen. Dieser Laden ist absolut empfehlenswert. Nach dem leckeren Essen konnten wir dieses Cafe natürlich nicht verlassen ohne Magnete, T-shirt... gekauft zu haben. Wir befinden uns zwischenzeitlich auf 5000 Fuß, trotz strahlendem Sonnenschein lässt es sich hier wunderbar aushalten. In Höhe Williams verlassen wir den Interstate 40 an der Grand Canyon junction und es geht weiter auf die Route 64 nach Norden, die uns genau bis Grand Canyon Village führen wird. Für die rund 80 km lange Strecke berechnet das Navi ca. 2 ½ Stunden. Viel früher als erwartet ereichen wir Kayenta, wo wir gerade noch rechtzeitig zur nächsten Vorführung des IMAX Films „Secrets of the Grand Canyon“ ankommen. Dieser IMAX Film ist eine Wucht und absolut zu empfehlen. Hier kaufen wir auch unseren Nationalparkpass für 50 $. Nein, wie haben keinen gebrauchten Pass bei Ebay gekauft und empfehlen dies auch nicht, da das Geld für diese Parks absolut sinnvoll verwendet wird. Dieser Pass ist gültig für 1 Jahr und gewährt uns Zutritt zu allen Nationalparks in ganz Amerika. Wir machen noch schnell einen Abstecher zum 500 m entfernt liegenden Flughafen um abgeschreckt von 110$ pro Person für den Rundflug wieder ins Auto zu steigen und die restlichen km zum Grand Canyon Village zu fahren. Ein erstes Hinweisschild auf den Matherpoint lässt uns stoppen.


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Zum ersten Mal liegt er vor uns -  der Grand Canyon. Viel größer und weiter als wir erwartet haben liegen die riesigen Gesteinsformationen vor uns. Ein unglaublicher Anblick, der uns alle 3 in Staunen versetzt. In keinem Film und auf keinem Foto kann dieser Eindruck wiedergegeben werden. Wir fahren weiter und erreichen nach ca. 10 min. unser nächstes Quartier, die Thunder Bird Lodge. Einchecken müssen wir allerdings in der Bright Angel Lodge. Dies erweist sich als extrem simple, da alle Daten aus der Vorrausbuchung verfügbar sind, und die Zahlung bereits per Kreditkarte erfolgt ist. Etwas schwieriger erweist sich allerdings unser Weg zum Zimmer. Das erste Hotel ohne Aufzug - puuuh, und die Entfernung zum Hotel beträgt ca. 300 Meter und wir wohnen im ersten Stock, d.h. Treppe rauf. Also schleppen wir unsere Koffer und finden ein Hotelzimmer mit 2 Queenbetten vor. Das Bad ist sehr klein aber sauber. Bereits im Vorfeld war uns klar, dass es hier sehr eng wird aber der Blick aus dem Fenster entschädigt für alles. Wir haben direkten Blick auf den Canyon, da unser Hotel nur ca.5 Meter von der Canyonkante entfernt liegt. Erstaunt stellen wir fest, dass es nahezu keine Geländer gibt und ein unbedachter Schritt der letzte sein könnte. Nach ca. 1 Stunde ausruhen machen wir uns auf den Weg zur Sunset-Tour. Diese Bustour, von einem Indianer durchgeführt, gibt interessante Zusatzinformationen, sofern wir sie verstehen, da er sehr schnell spricht, und weitere wunderschöne Ausblicke. Die Busstrecke entlang der Canyonkante darf von PKW’s nicht befahren werden. Einzige Alternative ist zu Fuß zu gehen. Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang, nachdem es schlagartig kalt wird und fahren zurück zum Hotel. Für halb 9 hat Richi einen Tisch im benachbarten El Tovar Restaurant gebucht. Dies musste einen Monat zuvor passieren, da das Restaurant immer ausgebucht ist. Jessi entschließt sich kurzfristig nicht mit essen zu gehen, da sie sehr müde ist. Ein paar Minidonuts zum Abendessen tuns auch. Auch Richi und Dany sind recht müde, machen sich aber auf den Weg und finden ein superschönes rustikales Restaurant vor. Die Tische sind alle edel eingedeckt, Geschirr mit Goldrand, Weingläser, doppeltes Besteck für Vor- und Nachspeise. Wir bestellen als Vorspeise Bruschetta mit Artischockenherzen, Tomaten, Oliven und frischem Parmesan bestreut. Die waren der Hammer. Als Hauptgang gab es für Dany Ente und für Richi Prime Rib. Alles super lecker, aber wie immer zu viel. Das Essen war etwas teurer, aber absolut angemessen. Sehr müde und sehr satt beschliessen wir den heutigen Tag, noch schnell den Wecker auf 5:20 Uhr gestellt, damit wir den Sonnenaufgang nicht verpassen. Dany krabbelt zu Jessi ins Bett, während Richi, der morgen wieder viele Stunden Fahrt vor sich hat, sein eigenes Bett bekommt. 


Tag 9 - Mittwoch 03.05.2006


Start: 
Grand Canyon Village
Ziel: Page, AZ
Route: East Rim, Little Colorado, Monument Valley

Gefahrene Meilen: 310

Hotelkritik: Das Days Inn hier in Page ist klasse. Wir haben eine große 2 Raum Suite und Fenster mit Fliegengitter. Das Continental Breakfast hier im Hotel ist sehr vielseitig und lecker. Achtung: Kein Internet Access im Zimmer, nur in der Lobby steht ein PC zum E-Mail checken.

Bericht:
5:20 Uhr klingelt der Wecker – das kann doch nicht wirklich unser Ernst sein. Jessi rollt mit den Augen, quält sich aber trotzdem aus dem Bett. Wir ziehen uns schnell etwas über und gehen die paar Meter zum Rim. Hier weht ein saukalter Wind und die Sonne lässt sich Zeit zum Aufgehen. Laut der Liste der Ranger war 5:34 Uhr für den Sonnenaufgang geplant. Von unserem Standpunkt aus müssen wir allerdings bis viertel vor 6 warten bis wir die Sonne blitzen sehn. Nach und nach werden die Felsen beleuchtet, glühen aber nicht so schön wie  Dany es gehofft hat. Die Farbenpracht ist bei Sonnenuntergang um einiges größer. Nun machen wir uns zurück ins warme Bett und schlafen noch 2 Stündchen. Hier wird ganz klar der Vorteil des direkt am Rim gelegenen Hotels deutlich. Auf dem Zimmer benutzen wir die Kaffeemaschine und frühstücken Minidonuts, die wir im Großpack dabei haben. Wir packen unsere 7 Sachen ins Auto, checken aus und machen uns entlang des Grand Canyon auf den Weg ins Monument Valley. Wir halten noch am Grand View Point und  am Navayo Point um noch einmal den wunderschönen Blick über den Grand Canyon zu genießen. Das Navi hat für die Route 5 ½ Stunden berechnet. Am Navayo Point haben wir uns mit 2 sehr netten Amerikanern unterhalten, die uns den Aussichtspunkt „Little Colorado“, der auf unserer Route liegt, empfehlen. Also machen wir hier noch einen kurzen Stop und sind begeistert von dem Blick in die Tiefe. Der Weg an die Canyon Kante wird von indianischen Verkäufern geschickt durch ihre Verkaufsstände gelenkt. Wir kaufen hier nichts, da Richi bereits vorher einen Traumfänger und diversen Indianerschmuck erstanden hat – nein, keine Magnete oder T-Shirts. Trotz Mittagspause und mehreren Stops kommen wir früher als erwartet im Monument Valley an. Bereits auf den letzten Kilometern vor unserem Ziel sehen wir erste typische Steinformationen. Entgegen Berichten im Internet, die sagen, dass es absolut ausreicht ein paar Fotos am Parkeingang zu machen, finden wir, dass es mehr als lohnenswert ist in den Park rein zu fahren.


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Wir zahlen 6 $ p.P. und erhalten eine Straßenkarte des Monument Valley, dass wir nun auf eigene Faust erkunden dürfen. Hier lohnt sich nun zum ersten mal wirklich unser Allrad-Geländewagen. Richi hat sehr viel Spaß selbigen ausgiebig zu nutzen. Immer wieder halten wir an um ein paar Fotos zu schießen. Jessi gefällt es hier besser als am Grand Canyon, wo sie die letzten Aussichtspunkte im Auto verbracht hat, weil sie die Steine schon nicht mehr sehen konnte. Wir überholen immer wieder Leute, die es mit normalen PKW’s versuchen und nur sehr langsam vorankommen. Nach einer halbstündigen Minitour durch das Monument Valley brechen wir ab, da wir heute noch weiter nach Page wollen. Auf der Fahrt stellt Dani fest, dass Richi müde geworden ist und beschließt ihre erste Automatikfahrstunde zu nehmen. Dany fährt ca. 50 Meilen, hat Spaß dabei und benutzt bereits nach 2 Meilen die cruise control. Vor Page übernimmt wieder der Commander das Steuer. Ursprünglich war die Routenplanung etwas anders. Wir wollten direkt vom Grand Canyon nach Page. Erkannten aber dann auf den Karten, dass ein Tagesausflug zum Monument Valley viele doppeltgefahrene Strecken beinhaltet hätte. Gegen 17 Uhr kommen wir in Page an und beziehen unsere Suite im Days Inn and Suites. Das Zimmer ist sehr geräumig, verfügt über einen eigenen Raum für Jessi mit Ausklappbett und Kitchenette. Für 99$ ein absolutes Schnäppchen und sehr empfehlenswert. Bereits bei der Einfahrt auf den Hotelparkplatz werden Jessis und Danys Augen größer, da direkt gegenüber ein riesiges Wal Mart Super Center liegt. Während Richi sich aufs Ohr legt fahren die beiden Mädels nach ihrem supereigenen Walli World = Walmart. Eigentlich wollten wir nur schnell in der Pharmacy etwas besorgen. Aus den 5 min werden 1 Stunde Kosmetikabteilung, 20 min Schmuckabteilung und 2 Stunden Klamottenabteilung. Zwischenzeitlich, der Einkaufswagen ist bereits voll, fährt Dany Richi im Hotel abholen, da dieser sicherlich wieder wach ist und schon Hunger hat. Erst einmal brauchen wir jedoch seine Kreditkarte, da unser Wagen  zwischenzeitlich so voll ist, dass sich seine TUI-Kreditkarte (ohne Auslandseinsatzgebühr) wirklich lohnt. 
Der Commander zahlt und hat Hunger. Wir geben ins Navi „Restaurant suchen“ ein und wählen das erste Steakhaus, das es anzeigt. Wieder einmal ein Glücksgriff. Wir ordern in dem total urigen Laden ein Steak und Spareribs. Im Preis inbegriffen ist eine Suppe, Salatbuffet (frisch und lecker) und Beilagen. Natürlich sind die Mengen wieder derart groß, dass ein Doggibag von Nöten ist. Im Hotel fallen wir gegen halb elf müde in unsere Betten.



Tag 10 - Donnerstag 04.05.2006


Start: Page
Ziel: Page
Route: Horseshoe bend, Glen Canyon Dam, Lake Powell, Upper Antelope Canyon

Gefahrene Meilen: 30

Hotelkritik: Siehe Vortag

Bericht:
Heute wird ein ruhiger Tag. Wir haben 3 Ausflugsziele geplant, die alle ganz nah an Page liegen. Nach einem kleinen Continental Breakfast in unserem Days Inn, dass aus O- und A-Saft, Kaffee, Tee, Donuts, Toast mit Butter und Marmelade besteht (alles absolut ausreichend) machen wir uns auf den Weg. Erstes Ziel ist der Horseshoe Bend: der große Bogen des Coloradoriver in Form eines Hufeisens.

Vom Hotel sind wir in 5 Minuten auf dem Parkplatz – hier steht ein Schild „Horseshoe Bend ¾ Mile“ – zu Fuß – kein Weg führt mit dem Auto dorthin. Aha deshalb stehen hier so wenige Autos – Amerikaner machen ja nahezu nichts zu Fuß. Wir schnüren unsere Wanderschuhe und auf geht es über eine Sanddüne, durch Wüstenlandschaft über einen Trampelpfad. Eine große Eidechse begrüßt uns. Es ist schon richtig warm und Richi und Dany kommen ganz schön ins Schwitzen, ein wenig mehr Kondition täte uns gut, aber der Ausblick, der uns belohnt ist jeden Schritt wert. Es ist mal wieder ein Traum und wir genießen für eine halbe Stunde den faszinierenden Ausblick und machen wunderschöne Fotos in der Morgensonne.
Dann treten wir den anstrengenderen bergaufgehenden Rückweg an. Jessi ist uns mit der Kamera ein ganzes Stück voraus und macht sich einen Spaß daraus die beiden lahmen Enten zu filmen.
Nun fahren wir in Richtung Page, an Page vorbei weitere 5 Minuten bis zum Glan Canyon Staudamm am Lake Powell. Hier steigen wir noch mal schnell aus, machen ein paar Fotos, aber nachdem wir den Hoover Damm gesehen haben sind das hier kleine Fische. Lake Powell mit seinen vielen Seitenarmen und den darauf her fahrenden Hausbooten ist ein riesiges Naherholungsgebiet der Amerikaner.
Nun ist es Zeit zum Aufbruch in Richtung Antelope Canyon. Wir fahren den Weg zurück, vorbei an Page auf der 98, biegen links ab auf die 89 und sind in 10 Minuten am Antelope Canyon. Wir beschließen den Upper Antelope Canyon anzusehen und zahlen erst einmal 6 $ p.P. Eintritt. Die guided Tour kostet uns weitere 15 $ p.P.. Auf Pritschenwagen fahren uns die Indianerfrauen (Schumacher würde blass werden) im Rallyestil bis zum Canyon.
10 Minuten geht es über Stock und Stein und wir fressen den Staub der vorausfahrenden Autos. Am Eingang angekommen sehen wir einen engen Spalt in einer ca. 6 Meter hohen Felswand. Unsere Führerin gibt uns noch einige Instruktionen wie z.b. keinen Blitz benutzen und nicht den Canyon als Toilette benutzen. Dann geht es hinein in den dunklen Schlund. Ein schmaler Gang, an manchen Stellen nicht einmal einen Meter breit schlängelt sich durch den Fels. Durch das teilweise eindringende Sonnenlicht ergeben sich wunderschöne Farbspiele. Wir haben bewusst die Führung zwischen 12 und 1 Uhr gewählt, da hier durch die Mittagssonne die sogenannten Beams, d.h. Sonnenstrahlen, die es schaffen bis auf den Canyonboden herabzudringen, entstehen. Unsere Führerin macht einige dieser Beams durch aufwirbeln von Sand besser sichtbar. Oft nimmt sie Richis Fotoapparat zur Hand und zeigt wie die besten Fotoeinstellungen zu finden sind. Die hier gesammelten Eindrücke lassen sich gar nicht in Worte fassen und wir können euch nur bitten die Bilder dazu anzuschauen. In jedem Fall ist dieser Antelope Canyon ein absolutes Highlight unserer Tour, das wir auf keinen Fall missen möchten. Bei der nächsten USA Tour schauen wir uns den Lower Canyon an.
Nun begeben wir uns zurück zum Hotel, es ist gerade mal 1 Uhr und für den Rest des Tages ist Freizeit angesagt. Wir schwimmen ein paar Runden im Pool und sonnen uns ein wenig. Wir lesen, schlafen und lassen die Seele baumeln. Nach dem Ausruhen geht’s erneut zu WalliWorld :-) Für Dany und Jessi ein großer Spaß. Richi kommt heute sogar auch direkt mit, wenn er gewusst hätte wie lang wir uns wieder dort aufhalten hätte er es sich vielleicht noch mal überlegt. Wir kaufen wieder ein paar Klamotten, für Jessi einen richtig schicken Hosenanzug, ein paar Kleinigkeiten und etwas zu essen ein. Salat, Obstsalat und Käsenudeln sollten zu unserem Doggybag vom Tag zuvor reichen.
Zurück im Hotel bereiten wir uns ein fürstliches Mahl zu. Hmmmmm yammi. Nach unserem Mahl ist großes Neupacken angesagt. Die bisherige Beute wird von Dany fachgerecht in der Tauchtasche platzsparend gepackt. Upps wir sind erst 10 Tage hier und die Tasche ist schon fast voll. Ab heute wohnt die Tauchtasche ständig im Auto. Sieht so aus als müssten wir doch noch einen Koffer hier kaufen. Danach besprechen wir den nächsten Tag und fallen ins Bett.
 


Tag 11 - Freitag 05.05.2006


Start: Page, AZ
Ziel: Bryce Canyon
Route: 
Bryce Canyon

Gefahrene Meilen: 175

Hotelkritik: Das Best Western Ruby's Inn bietet sehr viele verschriedene Unterkunftsmöglichkeiten. Wir haben eine sehr große 2 Raum Suite mit 1 King und 2 Queen Betten. Das Zimmer könnte etwas sauberer sein, ist aber sonst OK.

Bericht:
Um 7.15 Uhr klingelt unser Wecker, in einer halben Stunde steht Jessi auf bis dahin sollten wir im Bad fertig sein.
Nach der Poolsession gestern haben wir alle ausgiebig geduscht, so dass es heute morgen flott geht. Vor dem Frühstück checkt Richi noch kurz am Hotelterminal unsere Mails: dann die große Nachricht, der ich seit Tagen entgegenfiebere: Ich bin wieder Tante geworden. Meine Schwester hat heute morgen um 4.00 Uhr (dt. Zeit) ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht und beiden geht es gut. Wir freuen uns riesig – der Tag fängt gut an. Herzlichen Glückwunsch nach Sötern – vielleicht könnt Ihr uns ein Foto vorab per Mail schicken – ich hab Euch lieb.
Die Kleiderwahl heute war gar nicht so einfach – die Wettervorhersage (die bisher allerdings sehr oft daneben lag) für den Bryce Canyon ist kalt – in Page ist strahlender Sonnenschein. Richi wählt optimistisch die Jeansbermuda und T-Shirt, ich einen dünnen Sommeranzug mit Weste und Jessi Jeans und langärmeligen Pullover. Es sollte sich später herausstellen, dass Jessi die beste Wahl getroffen hatte.
Gegen 9.00 Uhr sind wir on the road again ... Vorbei am Lake Powell geht es über Kanab auf dem Highway 89 in Richtung Bryce Canyon. Unser Navi korrigiert wieder einmal permanent unsere Ankunftzeit, da wir super durchkommen. Gegen 11.00 gibt es in Mt. Carmel ein 2. Frühstück in einem Best Western Hotel. Vor den Fenstern sind kopfüber Flaschen mit einer roten Flüssigkeit aufgehängt. Gleich sehen wir wofür – es handelt sich um Vogeltränken für Kolibris. Lustig schwirren die winzigen Vögel heran, trinken, zanken und fliegen wieder ab. Irre wie schnell die Flügel schwingen.
Nach einer halben Stunde Pause machen wir uns weiter. Wir fahren durch wunderschöne Täler, in denen es nicht schwer fällt sich die früheren Siedler vorzustellen, die sich hier niedergelassen haben und ihr Stückchen Land abgesteckt haben. Wir sehen einsame Ranchs (oder heißt die Mehrzahl Ranchen????), Kuhweiden, Pferdekoppeln und viel viel Land und Stein ...
Gegen 12.00 Uhr sind wir schon am Zielhotel, das Ruby´s Inn gleich am Eingang zum Nationalpark Bryce Canyon. Bereits beim Aussteigen erweist sich Jessis Outfit definitiv als das Beste. Es weht ein bitterkalter Wind und wir schätzen ca. 5° C. Schnell wechseln Richi und ich von Sandalen auf Socken und festes Schuhwerk Aufgrund der Zeitverschiebung ist es in Utah 13.00 Uhr, so dass wir nur 3 Stunden warten müssen, bis unser Zimmer ab 16.00 Uhr für uns bereit ist. Der Herr beim Check In meint der Bryce Canyon sei bei jedem Wetter schön und so beschließen wir trotz des einsetzenden Nieselregens mit leichtem Schneetreiben (!!!!!) einzelne Aussichtspunkte anzufahren. Nicht jedoch ohne vorher unsere dicken Winterjacken ausgepackt zu haben, die wir nun seit heute doch nicht umsonst mitgenommen haben.
Tja für das richtige Wetter zu sorgen ist eigentlich mein Job – sollte ich etwa heute versagen? Ich hatte noch nie in allen meinen Urlauben wirklich schlechtes Wetter, so dass ich immer sage, wenn ich dabei bin kann gar nichts schief gehen – ich manage das schon mit dem Wetter - und nun ein Schneesturm – das gab erst mal einen Anschiss von meinen beiden Süßen.
Wir machen den ersten Aussichtspunkt und sind trotz Regen vom Ausblick überwältigt. Irgendwie lässt die Feuchtigkeit die Felsen noch roter erscheinen und wieder einmal blicken wir auf unglaubliche Felsformationen. Der Park ist gut organisiert: man kann einzelne gut ausgeschilderte Aussichtspunkte mit dem eigenen PKW anfahren – die Parkplätze sind weitgehend leer. Es mag am Wetter liegen oder an der Jahreszeit, die sich vom Betrieb her eigentlich als die perfekte Reisezeit erweist.   
Wir fahren einen 2. und 3. Aussichtspunkt an und es ist unglaublich, es hört auf zu regnen, wird etwas wärmer und die Sonne ist sichtlich bemüht durch die Wolken zu dringen. Puuuh da habe ich ja noch einmal Glück gehabt. Zum Ende unserer ersten Fototour ist es zwar frisch, aber wir haben einen strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Diesen rasend schnellen Wetterwechsel haben wir hier nun schon öfter beobachten können. In diesem Fall sind wir froh.
Wir kehren gegen halb 5 zur Lobby zurück um unseren Zimmerschlüssel, bzw. heute sind das ja nur noch Keycards abzuholen. Wir bekommen ein Zimmer im Teilbereich „Ponderosa Lodge“. Na dann mal auf Little Joe – Mr. Cartwright wartet schon. Die Dame gibt uns ein Zimmer im ersten Stock – vom Grand Canyon gewarnt frage ich nach einem Aufzug, der nicht vorhanden ist. Ich bitte um ein Zimmer im EG – wg. schweren Gepäcks :-) - nach einigem hin und her klappt das dann auch.
Wir essen schnell noch eine Familienpizza – seht es als verspätetes Mittag- oder zu frühes Abendessen - und machen uns dann auf in unser Zimmer. Parken können wir gleich vor der Tür – klasse! Es ist ein riesiges Zimmer. Mit das größte bisher. Ein großes Schlafzimmer mit Kingbed, in dem Jessi längs wie quer schlafen kann mit eigenem Waschbecken. Ein großes Zimmer mit Tisch und Schreibtisch, 2 Queenbetten und ebenfalls eigenem Waschbecken.
Das Bad ist dafür etwas eng, aber kein Problem, wenn jeder sein Waschbecken hat.
Wir sind alle total platt und entscheiden uns für den Bettentest. Eine Stunde muß so etwas schon dauern .... Ausgeruht machen wir uns um halb 8 auf zur Sunsettour und beobachten neben dem Sonnenuntergang auch ein paar Rehe, die in der Dämmerung den sicheren Wald verlassen. Apropos Tiere – Streifenhörnchen haben wir heute ebenfalls gesehen – die sind richtig niedlich. Am Inspiration Point, den man uns für den Sunset empfohlen hat treffen wir ein nettes Pärchen aus Mainz – sie sind in der 3. Woche unterwegs und haben in Chicago Ihre Reise begonnen. Bisher hatten sie wohl richtig Pech mit dem Wetter und erst in den letzten Tagen etwas Sonne und heute dann wieder die Kälte.
Mit der Sonne geht auch das bisschen Wärme, dass heute Nachmittag da war und wir machen uns zurück ins Zimmer. Ausser ein paar Cheesecrackern gibt’s heute nichts mehr, da wir alle noch von der Pizza satt sind. Richi stellt unsere letzten Berichte und Bilder ins Web – wie wir aus Euren Mails sehen wartet ihr wohl schon sehr :-) darauf. Es ist super zu sehen, dass unsere Reise zu Hause mitverfolgt wird – Danke für Euer Feedback. Jessi und ich spielen dann noch eine Runde Rommé und anschließend schreibe ich noch diesen Bericht. Es geht wieder ein toller Tag zu Ende – nicht nur dass ich eine neue Nichte habe, ich habe auch den Bryce Canyon bei Sonne, Schnee und Regen gesehen – alles an einem Tag – Gute Nacht. (DB)




Tag 12 - Samstag 06.05.2006


Start: Bryce Canyon
Ziel: St.George, UT
Route: Zion NP

Gefahrene Meilen: 136

Hotelkritik: Im Best Western Coral Hills haben wir nur 2 Queen Betten, bekommen aber ein Zustellbett. Das Zimmer ist sehr groß und sauber. Wie in allen BW Hotels haben wir hier kostenlosen Internetzugang. Eine schöne Poolanlage macht das Bild komplett.

Bericht:
Punkt 8 klingelt Richis Handywecker. Dany hüpft aus den Federn und schaut erst einmal nach dem Wetter. Das ist nicht zu fassen wir haben strahlenden Sonnenschein, blauen Himmel und nicht ein Wölkchen. Unglaublich, dass wir hier gestern mitten in einem Schneegestöber angekommen sind. Auch die Temperaturen sind angenehm, frisch aber im Sonnenschein super auszuhalten, da wir auch heute von Bermudas absehen und alle die langen Jeans wählen. Für Tom wäre auf jeden Fall T-Shirt Wetter, wir wählen langärmelige Pullis. Richi braut uns einen Kaffee und wir frühstücken ein paar Riegel fürs erste bis wir später unterwegs irgendwo anhalten. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Zion National Park. Auf dem Weg dorthin halten wir an dem Thunderbird Restaurant, wo wir gestern schon unser zweites Frühstück zu uns genommen haben. Dort bekommen wir die Frühstücksspeisekarten in die Hand gedrückt und suchen uns einige Leckereien aus. Als es ans Bestellen geht sagt uns die Dame: „Oh Frühstück gibt’s um diese Uhrzeit nicht mehr!“ Richi knurrt doch es nützt nichts mehr, er hatte sich so auf Pancakes gefreut. Wir bekommen neue Speisekarten und suchen uns Zwangsweise etwas neues aus.
Während dem Essen schauen wir den Kolibris beim Trinken und Zanken zu. Von hier aus machen wir uns weiter in Richtung Zion National Park. Auch hier haben wir freien Zugang mit unserem Nationalparkpass, welcher uns heute die ersten 10 $ gegenüber den normalen Eintritten eingespart hat. Der Zion Nationalpark hat gegenüber allen anderen Felsformationen die wir bis jetzt gesehen haben wieder eine andere Struktur. Auch wenn die Felsformationen an sich nicht so spektakulär sind wie der Brice Canyon oder der Grand Canyon bietet dieser Park in unseren Augen den höchsten Naherholungswert. Bemerkenswert sind die an jeder erdenklichen Stelle wachsenden Bäume. Sobald sich nur ein wenig Erde in einer Felsnische verfängt wächst auch dort schon etwas Grünes. Ein Großteil des Parks ist nicht mit dem eigenen PKW zu befahren sondern nur mit kostetenlosen Shuttlebussen, die alle 7 Minuten fahren zu erreichen. Dies funktioniert nach dem bewerten „hop on hop off“ System. Das bedeutet: Man kann an jeder x-beliebigen Haltestelle ein- und aussteigen wie man möchte. Gegen 15 Uhr bringt uns der Shuttlebus zurück zum Museum wo wir unseren SUV geparkt hatten. Nun geht es also nach St.George. Unser Hotel (Best Western Corall Hills) ist sehr einfach zu finden und wir checken ein. Leider haben wir hier auch nur ein 2 Queen Zimmer, bekommen aber ein Zustellbett. Das Zimmer ist sehr geräumig und was noch wichtiger ist, sauber. Da wir alle sehr müde sind machen wir erst mal ein Schläfchen. Das Hotel hat eine sehr schöne Poolanlage, die wir hier aber nicht nutzen. Nach dem Schläfchen geht es ins Zion Factory Outlet zum Shoppen. Hier findet Richi endlich auch mal etwas für sich. 2 Hemden und 3 Hosen sind innerhalb 45 Minuten erbeutet. So macht man das. Da heute Morgen einer der in Shanghai günstig gekauften Koffer einen Beinbruch erleidet (Ein Rad des Trollis steht schief und funktioniert somit nicht mehr) besuchen wir noch den Samsonite Shop. Hier finden wir schöne, riesige Trollis von 280 $ auf 104 $ reduziert, wobei wir einen 2. Koffer für 50 % bekommen würden. Da schlagen wir natürlich zu und kaufen 2 solcher Monster. Vor der Abfahrt hatte Richi im Internet einen Coupon für diesen Shop gesehen, der 10 % Discount versprach. Leider hatten wir keinen Drucker dabei. Richi erklärte der Dame das Problem mit einem Drucker auf Reisen und von unserem extrem günstigen Preis wurden weitere 10 % abgezogen. Wir haben das leichte Gefühl ein Schnäppchen gemacht zu machen. 10 Jahre weltweite Garantie ist auch noch im Preis inbegriffen. Der Koffer mit dem gebrochenen Bein muss leider hier zurückbleiben, denn nur die Starken kommen weiter auf dem Trip durch Westen. Direkt neben dem Koffershop entdecken wir einen Mongolian BBQ. Da Jessi und Dany diese Art Futter noch nicht kennen wird der Laden geentert. Hier drin sucht man sich zunächst aus 3 Größen die gewünschte Schüssel aus: klein, mittel, groß. Wir entscheiden uns alle für die mittlere Schüssel. An einem großen Buffet mit vielen frischen Zutaten (Gemüse, Nudeln, Fisch, Fleisch etc.) sucht man sich seine Zutaten zusammen und packt alles in die Schüssel. Das nächste Segment des Buffets besteht aus vielen verschieden Saucen, Ölen und Gewürzen. Anschließend gibt man seine Schüssel einem der Köche, der wirft das ganze auf eine große runde Grillplatte und schuppst das Essen darauf gekonnt hin und her. In ca. 90 Sekunden ist das Essen gar und mit einem gekonnten Schwung landet das Essen in einer frischen Schüssel. Für diese akrobatische Leistung gibt es extra Trinkgeld. Wir kommen zurück zu unserem Tisch, wo schon Getränke und Reis auf uns warten. Jessi und Richi schmecken ihre Zusammenstellungen sehr gut, Dany würde beim nächsten Mal auf den für Petersilie gehaltenen Koriander verzichten. Nach dem leckeren Essen gibt es noch die außerhalb Chinas obligatorischen Chinesischen Glückskekse. Wir bekommen unsere Rechnung und stellen“erschreckt“ fest, dass wir bei 28 $ incl. Getränke für uns alle 3 zusammen unser geplantes Budget von 25 $ am Tag p.P. wieder nicht ereichen. Das Essen in den USA ist insgesamt günstiger als erwartet. Mit vollen Bäuchen und leeren Koffern machen wir uns zurück zum Hotelzimmer. Hier ist nun Umpacken angesagt und der angeschlagene Koffer wird ausgemustert. Morgen geht es wieder nach Las Vegas. Dort gibt es ein Outlet Center, welches uns sicherlich dabei behilflich sein wird den leeren Koffer zu füllen.





Tag 13 - Sonntag 07.05.2006


Start: St. George, UT
Ziel: Las Vegas
Route: Valley of Fire 

Gefahrene Meilen: 153

Hotelkritik: Im Stratosphere Tower haben wir ein King Zimmer für Jessi und eine Tower Suite für Dany und mich. Die Suite ist sehr gross und mit einem Whirlpool ausgestattet. Für 115$ in Las Vegas unschlagbar!

Bericht:
Da wir heute nur eine kleine Transferstrecke haben sind wir heute etwas später aufgestanden und versuchten um 9 Uhr zu frühstücken. Wir haben nicht bedacht, dass WE ist und viele Familien mit Kindern unterwegs waren. Entsprechend voll war der Frühstücksraum und wir mussten ein wenig warten. Das continentale Breakfast war mehr als üppig in diesem Hotel. Es waren sogar 2 große Waffeleisen vorhanden, an denen wir uns selbst leckere Frühstückswaffeln backen konnten.
Auf dem Weg nach Las Vegas machten wir einen Abstecher durch das Valley of Fire. Hier gabs mal wieder Steine zu sehen – feuerrote Steine. Da es sich um einen Statepark handelt, für den unser Nationalparkpass nicht gilt, müssen wir hier extra Eintritt zahlen. Dies funktioniert an einem kleinen Parkplatz am Eingang. Hier füllt man einen Coupon mit Namen und Autonummer aus, Steckt 6 $ in den Umschlag reißt den Quittungsabschnitt ab und wirft den Umschlag in eine Art Briefkasten. Im Park selbst gibt es dann Stichproben durch die Ranger. Wir machen eine kleine Wanderung zum „Elephant Rock“. Hier gibt es die üblichen lustigen Tourifotos.

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Jessi hat großen Spaß am klettern. Weiter geht’s an vielen weiteren Aussichtspunkten und wir stoppen auch am Atlatl Rock um uns hier die ca. 4000 Jahre alten Felszeichnungen (Petroglyphen) anzuschauen. Am nahegelegenen Grillplatz beobachten wir die hier in Mengen auftretenden Steifenhörnchen. Dann geht es zurück auf den Interstate 15 Richtung Las Vegas. Man hat einen wunderschönen Blick auf Las Vegas, wenn man auf diesen Interstate hinunter ins Tag rollt. Unser ersten Weg führt ins Bellagio, dort müssen wir unsere Tickets für die Show „O“  von „Cirque de soleil“ abholen. Diesmal finden wir den Ticketshop sofort und haben in 15 Minuten unsere Tickets in der Tasche. Auf dem Weg zur Garage verspielt Richi noch ein paar $ und als Jessi einmal am Hebel des einarmigen Banditen zieht kommt eine Aufsicht vom Hotel und möchte Jessis Ausweis sehen. Wir sagen wieder Jessi sei 22 und habe den Ausweis im Hotelzimmer liegen (hat ja bis jetzt auch immer geklappt), doch hier im Bellagio nützt dies leider nichts. Mag vielleicht auch am Outfit liegen, welches diesmal aus Top und Hot Pan besteht. So entfernen wir uns aus diesem Casino und fahren zum Hard Rock Café um eine Kleinigkeit in den Bauch zu bekommen. Wieder ein Punkt, den wir auf unserer „to do list“ abharken können. Es gibt an den Wänden eine menge Raritäten zu bestaunen und wir erwischen die mit abstand netteste Bedienung der wir in den USA begegnet sind. Wir essen Salat und Sandwichs, es gibt mal wieder nichts zu meckern. Anschließend geht es in den Souveniershop des Hard Rock Cafés und wir decken uns mit T-shirts, Magneten und anderen lustigen Dingen für über 130 $ ein. Nun geht’s zum Stratosphere Tower Hotel. Hier haben wir ausnahmsweise 2 Zimmer gebucht. Ein Doppelqueen für Jessi und eine Whirlpool Suite für Dany und Richi. Das Einschecken geht sehr schnell und wir beziehen unsere Zimmer im 10ten Stock. Die beiden Zimmer liegen direkt nebeneinander und haben ein Verbindungstür – sehr praktisch. Die Zimmer wurden 2005 renoviert, beim betreten der Zimmer bleibt uns der Mund offen stehen. Ein hammergeiles Badezimmer mir extra Dusche und riesigem Whirlpool. Vor dem Whirlpool sind Klapptüren, die man öffnen kann und dann direkten Blick zum Fernseher hat – unglaublich, das Badezimmer würde ich gerne mit nach Hause nehmen. Überall hier in den USA sieht man entlang der Straßen Schilder „adopt a highway“ und Dany fragt sich warum es hier im Hotel nicht ein „adopt a bathroom“ Schild gibt. Der Blick aus den Fenstern muss man nicht erwähnen, aber Richi hat auch nicht den „20$ Trick“ benutzt. Nachdem sich die erste Begeisterung über das Zimmer gelegt hat inspizieren wir den Pool im 8ten Stock. Wir gehen durch einen langen Hotelgang und stehen auf einmal auf einer Dachterrasse. Hier ist eine riesige Poolanlage mit einer Menge Liegen, Sonnenschirmen und fetziger Musik. Klasse hier werden wir nachher noch hingehen. Jessi beschließt sich sofort in die Badeklamotten zu schmeißen, während Dany noch ein bisschen Hausmütterchen spielt und sich um die Wäsche kümmert. Ratet mal was Richi in der Zeit macht: Richtig! Ein Schläfchen, denn in Las Vegas geht es Abends auf die Piste. Noch ein Wort zum Wäsche waschen: Die Nutzung der Waschmaschinen und Trockner im Stratosphere Hotel ist für Geste kostenlos. Lediglich das Waschpulver kostet pro Maschine 1$. Die Maschinen hier sind komfortabler als im Embassy, haben sie doch eine Restlaufanzeige. So weiß Dany genau wie lange sie am Pool liegen bleiben kann um dann die Wäsche in den Trockner zu werfen. So richtig sauber wie in Deutschland wird die Wäsche aber hier bei weitem nicht, darauf sollte man sich einstellen. Nach einer anständigen Duschen haben wir uns gestylt und aufgemacht ins Flamingo zum Buffet. Die Buffets in Las Vegas sind bekannt für ihre Vielfalt und dem Verhältnis dazu günstigen Preis. Neben einem Salatbuffet gab es alles Mögliche an Fleisch, Fisch, Krebsen, Shrimps, Saucen und Dressings. Natürlich gibt es auch hier Prime Rib. Ein besonderes Highlight ist das Dessertbuffet. Hier gibt es bestimmt 100 verschiedene Torten, Softeis, Obst, warme süsse Aufläufe und ein Koch bereitet frische Crèpes mit Füllung nach Wunsch zu. Die nichtalkoholischen Getränke sind ebenfalls im Preis vom 16,95$ p.P. inbegriffen. Wir sind rund um zufrieden und machen uns auf den Weg ins Bellagio zu unserer Show „O“. Das fotografieren ist hier ebenfalls nicht erlaubt doch die Taschen werden hier nicht kontrolliert. Wir sitzen wieder in der ersten Reihe der ersten Empore und haben einen klasse Blick auf die Bühne. Ein Wort noch zu den Sitzen: Im Gegensatz zum Kolosseum im Caesars Palace lies die Beinfreiheit hier sehr zu Wünschen übrig, auch waren die Sitze wesentlich enger als im Flugzeug. Für 125 $ p.P. erwarte ich da etwas mehr. Pünktlich um halb 11 beginnt die Show – gut, dass wir heute Nachmittag etwas ausgeruht haben. Wie von „Cirque de soleil“ gewöhnt besteht die Show zum Großteil aus sehr guter Akrobatik. Speziell bei dieser Show wird ein riesiges, mit hydraulischen versenkbaren Bühnen bestücktes Wasserbecken in die Show einbezogen. Es hat uns super gut gefallen und die nahezu 2 Stunden ohne Pause vergingen wie im Flug. Nun war genug für heute und ein Taxi brachte uns zurück zu unserem Hotel. Richtig platt fallen wir in unsere Betten und sind heute leider gar nicht dazu gekommen den Whirlpool zu testen, aber morgen ganz sicher...



Tag 14 - Montag 08.05.2006


Start: Las Vegas
Ziel: Las Vegas
Route:  

Gefahrene Meilen: 20

Hotelkritik: siehe Vortag

Bericht:
Heute treffen wir Marlena und Harald (aus dem Amerikaforum), die Richi bereits am Flughafen in Frankfurt gesehen hatte. Zufällig kreuzen sich unsere Wege noch einmal hier in Las Vegas. Wir sind gegen 10 in unserem Hotel zum Frühstück verabredet. Das Brunchbuffet im Stratosphere wurde bereits im Internet sehr gelobt -  Jetzt wollen wir das selbst testen. Der Preis beträgt 9,25 $ p.P. Hierfür wird uns wirklich eine Menge geboten. Es gibt: Eier, Obst, Croissants, Beagel, Quesadillas, Bacon, Kartoffelpüree, Kartoffeln, Fleisch, Salatbuffet, frische Omeletts, kleine Törtchen, Kuchen und viel viel mehr. Ja, es gibt sogar auch zum Frühstück Prime Rib, Roastbeef und Backschinken sowie Frühlingsrollen und warme mexikanische Kleinigkeiten. Hier wurde wirklich jeder satt und eigentlich steht das Lunch-Buffet dem Abendbuffet vom Flamingo (bis vielleicht auf die Krebse) in nichts nach. Einfach ein Hammerpreisleistungsverhältnis. Wir essen und quatschen ca. 1 Stunde, zeigen den beiden unser Zimmer und machen uns dann auf den Weg zum  New York – New York um dort den berühmten Rollercoaster zu reiten, den Dany & Richi bereits 1999 gefahren sind. Jessi meint hinterher, dass es nicht die schnellste (The Mummy in LA war schneller), aber wohl die heftigste Achterbahnfahrt Ihres Lebens war.  Ein Looping mit anschließendem Twister – echt heftig und gut. Alles was man an Taschen und losen Gegenständen dabei hat muß vorher eingeschlossen werden, wenn man nicht einen Dany-Kleiderständer hat – mitnehmen wäre einfach zu gefährlich.

Wir bummeln durchs New York New York mit seinen netten kleinen Shops und Lokalen und laufen über die Fußgängerbrücke ins MGM Grand, sehen dort 3 Löwen beim Schlafen zu und sind enttäuscht, dass der Studiowalk lediglich eine Shoppingstraße ist – muß man nicht gesehen haben. Dann laufen wir ein wenig am Strip entlang – es ist Mittagszeit und mittlerweile richtig heiß. Für diese Jahreszeit deutlich über dem Durchschnitt. Wir gehen in den M&M Shop, wo es viele witzige, aber sehr teure Kleinigkeiten gibt. Also lediglich ein witziger Magnet und ein paar Platte Pennies für unser Sammelalbum werden mitgenommen.
Im benachbarten Ticketshop Tix for 2night sehen wir, dass es für die wirklich großen Shows wie Celine Dion, Blue Man Group oder Cirque de Soleil nichts im Angebot gibt. Sollten wir morgen noch Lust und vor allem Zeit haben, könnten wir eventuell in Mamma Mia, das ABBA Musical gehen. Richi und ich haben es schon in London gesehen, aber Jessi hätte bestimmt Spaß – außerdem kann ich Abba immer (wieder) hören.
Wir beobachten Jungs an einer Kletterwand und entdecken ein paar Massagebänke, die aussehen wie Sonnenbänke und eine Wassermassage machen. Wir denken ernsthaft darüber nach, uns mal so eine Viertelstunde zu gönnen, entscheiden uns dann aber für unseren Dachpool bzw. Richi für ein Schläfchen, damit wir fit für den Abend sind, denn um 20.45 Uhr haben wir einen Tisch zum Abendessen im Stratosphere Tower – „Top of the world“ Restaurant für uns und Marlena und Harald reserviert. Mit dieser Tischreservierung ist die Auffahrt mit dem Aufzug (regulär 6 $ p.P.) in den 106. Stock umsonst. Wir fahren zunächst etwas höher, um den Ausblick von der Dachterrasse auf das beleuchtete Las Vegas zu genießen und unsere lebensmüde Jessi kauft ein Ticket für den Hot Shot. Hot Shot bedeutet von  einem Turm auf dem 113. Stockwerk hinauf in den Nachthimmel geschossen zu werden. Das Turmgestell ist quadratisch und an jeder Seite sind 4 Sitze befestigt, die 360 m über dem Boden in den Nachthimmel schießen. Von den 16 Sitzen bleiben 15 leer, d.h. wir sind alle feige und Jessi  hebt alleine ab und kann den freien Blick zum Strip ohne Geländer oder Gitter vor der Nase genießen – sie ist total begeistert.
Dann ist unser Tisch frei. Wir sitzen im 106. Stockwerk im Drehrestaurant. Innerhalb von einer Stunde ist eine Drehung komplett und jeder hat einmal den illuminierten Strip gesehen – einfach fantastisch. Natürlich zahlt man für den Ausblick beim Essen etwas mehr, aber es lohnt sich wirklich und der Service war erstklassig. Achtung für hier oben gilt ein Dresscode – für Männer gilt lange Hosen und keine Sandalen, die Damen nicht in Shorts und Tops – dafür wäre es uns hier allerdings sowieso zu kalt. Das Restaurant ist so runtergekühlt, dass ich wirklich trotz einer langärmligen Bluse friere.  Sonst hatte ich immer noch zusätzlich eine Strickjacke dabei, aber ausgerechnet heute nicht. Dumm gelaufen.
Wir sind ca. bis um 11.00 Uhr im Restaurant und verabschieden uns dann von Marlena und Harald, da wir alle platt sind – außerdem wartet unser Blubberpool, der nun endlich einmal ausprobiert werden will. Es ist zwar recht spät, aber das muß sein – für alle die hiervon Bilder suchen – es gibt keine ... (DB)

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