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Tag 22 - Dienstag 16.05.2006


Start: San Simeon
Ziel: Oxnard Beach
Route: Hearst Castle, Oxnard, Highway #1

Gefahrene Meilen: ??

Hotelkritik: Das Mandalay Beach Hotel ist ein Traum. Sehr schön eingerichtete Suiten mit Meerblick und Terasse, super Frühstück mit show-cooking, abends kostenlose Snacks und Cocktails, klasse Poollandschaft und freundliches Personal. Extrem empfehlenswert!!

Bericht:
16. Mai 2006

Um 7.00 Uhr klingelt unser Handywecker. Wir quälen uns ab mit unserer spärlichen Dusche und frühstücken im Hotel. Es ist ein sehr nebliger Tag und wir können nicht einmal über die Straße zum Meer blicken – richtig dicke Suppe. Für heute war die Besichtigung von Hearst Castle geplant. Wir überlegen den Plan zu verwerfen, da das voll gepackte Auto einmal mehr unbeaufsichtigt auf einem Parkplatz stehen müßte – eine Sache, die uns nun echt Bauchweh bereitet.
Auf die Frage an meine Freundin Anja Knierbein, die eine ähnliche Tour vor ein paar Jahren gemacht hat,  was ich auf keinen Fall verpassen sollte, antwortete sie mir: Hearst Castle. Das heißt wir würden richtig was verpassen und es müßte schon mit dem Teufel zugehen 2 mal innerhalb von 4 Tagen ausgeraubt zu werden ... also frei nach dem Motto NO RISK NO FUN packen wir unser Auto, ziehen die Folie säuberlich über den Kofferraum und packen unsere Rucksäcke, dass wir alle wichtigen Sachen „am Mann“ haben. Pässe und Geld klaut uns niemand mehr aus dem Auto.

Vom Hotel ist es nicht weit  bis zum Parkplatz. Hearst Castle öffnet um 9.00 Uhr und so sind wir für heute bei den ersten Gästen und parken demnach gleich schräg vor dem Besucherzentrum. Das beruhigt etwas – insbesondere da neben uns ein noch voller gepacktes Auto ohne Plane steht, wenn dann wäre sicher der erste Wahl ...
Das Wetter hat sich leider nicht geändert und ein wenig enttäuscht stelle ich fest, dass ich gar kein Schloß sehe und wir haben gedacht, es wäre richtig groß. William Hearst war ein Medienmogul in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der sich mit diesem Schloß einen Traum verwirklicht hat. Wir buchen die allgemeine Besichtigungstour, die für Touristen, die das erste Mal da sind, empfohlen wird. Es gibt mindestens 4 verschiedene Touren, die vermuten lassen, dass es dann wohl doch ein größeres Gebäude sein muß. 24 $ pro Tour und Nase – ein stolzer Preis. Jessi muß kurzerhand einmal wieder um 3 Jahre verjüngt werden, so dass Sie für 12 $ durchgeht – das sind dann immer noch 60 $ für 3 Leute – wir sind gespannt ... 

Der Weg führt aus dem Zentrum heraus zu einem Busterminal,  aha jetzt verstehen wir wieso wir das Schloß nicht sehen konnten – insgeheim schlucke ich, denn das heißt die Entfernung zum Auto wird groß sein ...

Wir haben Glück, denn der Bus, der alle 20 Minuten fährt ist kurz vor der Abfahrt. Es geht einige Kilometer den Berg hinauf durch Wiesen und Felder – immer den diesigen Himmel vor Augen und die Sicht ist sehr eingeschränkt. Dann auf einmal macht es klick – ein unglaublicher Moment, denn schlagartig scheint die Sonne und man befindet sich über dem  Dunst, der vom Meer hereinzuziehen scheint. Tja und dann liegt es vor uns, das „kleine Schlößchen“ ... gewaltig und wunderschön. Unser Guide Walter, der aussieht wie ein alter Indianer mit langem grauen Pferdeschwanz nimmt uns in Empfang und begrüßt die Gruppe.


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Wir gehen zuerst zur Terrasse oder sagen wir besser den Terrassen vor den Gästehäusern. Von hier hat man einen wunderbaren Blick. Man kommt sich vor, als sei das Schloß in den Wolken gebaut, denn immer noch kann man nicht bis ins Tal oder ans Meer sehen. Aber hier oben ist es sehr warm, wir beginnen bereits die erste Schicht Kleider abzulegen.
Dann geht es zum Neptunpool und in eines der Gästehäuser. Der Pool ist einfach unglaublich, leider hat er derzeit ein Leck, so dass man gezwungen war das Wasser abzulassen. Rundherum sind Säulengänge wie in einem römischen Bad. Überhaupt ist die gesamte Anlage sehr mediterran – europäisch. Später erfahren wir warum: Hearst ist als Kind mit seiner Mutter mehrere Jahre durch Europa gereist und hat auch die Materialien für dieses Schloß alle entsprechend dort geordert und nach Amerika verschiffen lassen. Der Bau des Schlosses mit seinen Gästehäusern hat mehrere Jahre in Anspruch genommen. Es ist kaum vorstellbar, wie alle Materialien diesen Berg hinauf gekommen sind in einer Zeit, zu der das Auto noch in den Kinderschuhen steckte.
Nach dem Außenpool dürfen wir ein Gästehaus von innen besichtigen. Hearst hat für seine Gäste Ankleiden und eigene Badzimmer bereitgestellt – sehr selten in der damaligen Zeit. Es muß ein tolles Gefühl gewesen sein, hier Gast sein zu dürfen. Walter erklärt, dass Hearst nicht nur berühmte Persönlichkeiten eingeladen hat sondern auch ganz einfache Leute – wichtig war nur, dass sie interessant waren.


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Nach dem Gästehaus geht es durch Gärten zum Haupthaus, dessen Vorplatz ein wunderschöner Springbrunnen ziert. Alle Möbel sind noch nahezu im Originalzustand. Wir besichtigen einige Räume des Erdgeschosses und staunen. Für die weiteren Etagen gibt es die weiteren Touren, die man buchen kann. Anschließend führt uns der Weg noch zum Hallenbad. Das verschlägt uns dann komplett den Atem. Ein riesiges Becken alles in Blau und Gold gehalten – hier kann man wirklich nur Bilder sprechen lassen ...


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Sichtlich beeindruckt steigen wir in den Bus, der bereits an der Schwimmhalle auf uns wartet und uns zurück zum Besucherzentrum bringt. Dort wird noch ein Film über den Bau von Hearst Castle gezeigt, da der Film (dauert eine Dreiviertelstunde) gerade um 11.15 Uhr beginnt, entschließen wir uns ihn noch anzusehen. Wir können das nur jedem empfehlen, denn man kann dann etwas besser verstehen, was das für ein Mann war, der solche Unsummen von Geld für ein Gebäude ausgegeben hat. Er war sehr fortschrittlich, denn er hat eine Architektin für dieses Projekt gewonnen in einer Zeit, in der kaum eine Frau die Möglichkeit hatte zu studieren. Ich könnte noch Seiten über diesen Mann schreiben, denn er hat mich wirklich fasziniert, aber das würde hier zu weit führen ....
Nach dem Besuch im Shop und dem obligatorischen Magnetkauf machen wir uns kurz nach 12.00 Uhr (unser Auto ist unversehrt und das unseres Nachbarn auch) wieder auf den Highway # 1 in Richtung Süden. Entlang der schönen Strecke machen wir einige Stopps – wir haben Sonnenschein, dann ist es wieder diesig - immer im Wechsel. Am Nachmittag kommen wir in Oxnard an – es ging schneller als wir erwartet haben. Oxnard ist ein wenig wie Venedig, mit Wasserstraßen, jeder hat sein Boot am Kanal liegen und wir fahren nun bei unserer letzten Station vor dem Heimflug, dem Hammerhotel Embassy Suites Mandalay Bay,  vor. Schon die Zufahrt ist klasse. Da hat Richi für uns zum Schluß aber was ganz tolles ausgesucht. Man lädt unser Gepäck aus und parkt uns den Wagen :-). Beim Check In erfahren wir dann, dass wir noch ein Upgrade auf das Zimmer erhalten haben und wir ein Zimmer mit Terrasse und Meerblick erhalten – oh wie schön ...
Wir gehen durch die wunderschöne Anlage zu Fuß zu unserem Zimmer, das Gepäck wird gebracht. Vorbei an der großzügigen Poolanlage und kleinen Whirlpools. Ein Bachlauf mit kleinen Brücken ist angelegt. Wir fahren mit dem Aufzug in die 2. Etage und suchen unser Zimmer. Dann bleibt uns endgültig der Mund offen stehen. Das ist der absolute Traum und alles in meinen Lieblingsfarben. Die Wände sind apfelgrün gestrichen, der Boden dunkelgrün. Die Möbel sind farbig abgestimmt. Jessi hat ihr eigenes Bad mit Dusche, wir haben eine kleine Küche und einen runden Eßtisch mit 4 Stühlen. Richi und ich haben ein riesiges Schlafzimmer, ein großes Bad und eine extra separate Toilette. Sowohl Jessi als auch wir haben vom Zimmer aus Zugang zur Terrasse. Hier steht ein Stehtisch mit 2 hohen Barhockern und wir schauen auf den Strand und das tosende Meer – keine Straße mehr dazwischen nichts – das Hotel liegt traumhaft.

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Richi ist müde und möchte ein wenig Schlafen, während Jessi und ich das gute Wetter nutzen wollen und uns in die Badesachen schwingen. Handtücher gibt es ausreichend am Pool. Wir sind zunächst ganz allein, aber als die Sonne dann richtig hinter den Wolken hervorlugt kommen auch ein paar vereinzelte andere Gäste. Wir schießen schöne Poolfotos mit Jessis neuem Bikini, der sich richtig gut macht. Wir lesen ein wenig und lassen die Seele baumeln, das tut richtig gut ...

Von 17.30 – 19.30 ist Managers Reception. Wie schon in Las Vegas gibt es auch hier Cockails und Kleinigkeiten zu essen für die Hotelgäste kostenfrei. Wir sind irgendwie so aufgedreht, dass es uns nach den heftigen Tagen in San Francisco allen mal wieder richtig gut geht. Wir trinken ein paar Cocktails zu viel (Jessi ist seit heute morgen um Jahre gealtert, denn in Kalifornien darf man erst mit 21 Alkohol trinken), essen vermutlich zu wenig, lassen die letzten Tage und den ganzen Urlaub Revue passieren, weinen und lachen gemeinsam. Es geht uns wieder gut ...

Wir machen noch einen nächtlichen Strandspaziergang zu dritt, stecken die Füße ins Wasser, albern herum und die ganze Anspannung der letzten Tage fällt von uns ab.
Auf dem Rückweg zum Zimmer kommen wir am Whirlpool vorbei – mhhh man könnte doch noch ... gesagt – getan. Wir hüpfen in unsere Badeklamotten und springen in den Whirlpool, der mir sichtlich zu warm ist – das wird doch nicht am Alkohol liegen??? Immer wieder muß ich kurz zum Abkühlen aus dem Wasser raus. Endlich sind wir platt und machen uns auf ins Bett – Jessi allerdings nicht, ohne sich das Essen noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Oh wir verantwortungslosen Rabeneltern ... wer hat eigentlich die ganzen Cocktails geholt. Auch wenn sich irgendwie in diesem Hotel die Betten ein wenig drehen wenn man darin liegt, so geht’s uns heute richtig gut und wir schlafen alle schnell und zufrieden ein...
(Dany)


Tag 23 - Mittwoch 17.05.2006


Start: Oxnard
Ziel: Oxnard
Route: Shopping

Gefahrene Meilen: ca 60

Hotelkritik: siehe Vortag

Bericht:
Mit ein wenig Kopfschmerzen (wo die wohl herkommen?) stehen wir gegen 8.30 Uhr auf, machen uns fertig und sind gegen 9.00 Uhr beim Frühstück. Ein richtig tolles Frühstück mit allem was das Herz begehrt - wie gesagt, da hat Richi uns zum Schluß ein superschönes Hotel gegönnt. Wir können frische Waffeln backen mit leckeren frischen Erdbeeren, Omletts, Rührei, Schinken, French Toast, Bratkartoffeln usw. usw. Die arme Jessi muß das Frühstück kurz wg. erneut aufsteigender Übelkeit unterbrechen, apropos brechen ...., aber dann geht?s ihr endlich besser und das 2. Frühstück bleibt drin - heute Abend trinken wir höchstens einen Cocktail !!!
Heute ist der letzte Shoppingday ? wir haben bereits in Deutschland ein großes Outlet Center in der Umgebung ausfindig gemacht. Richi verteilt das letzte Bargeld und setzt Jessi und mich dort gegen 10.30 Uhr ab. Wir legen fest, dass er uns gegen 15.00 Uhr wieder abholt. 4 ½ Stunden sollten reichen ... Richi fährt zwischenzeitlich zu einem Elektrofachmarkt, denn er möchte sich gerne einen Apple ipod kaufen.
(Dany)
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Ich gehe in einen "Best Buy" Elektronikmarkt. Da wir ja hier in Californien sind, der Heimat von APPLE, und der Eurokurs gerade um die 1,28 US$ pendelt habe ich vor mir einen IPOD zuzulegen. Nach ein wenig Beratung und rumstöbern entscheide ich mich für das grösste Modell mit 60gb. Der kostet in Deutschland ca. 410 Euro und hier bekomme ich ihn für umgerechnet 329 Euro. Das ist doch was! Natürlich brauche ich noch Zubehör wie etwa eine Ledertasche mit Gürtelclip und einen Radiosender für den Betrieb im Auto...
(Richi)
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Dann ziehen Jessi und ich los ? wir trennen uns gleich am Anfang, da unsere "Zielgeschäfte" einfach viel zu unterschiedlich ist.
Ich fange in einem Laden mit Haushaltswaren an, den ich ja schon leer kaufen könnte. Zuerst gibt es ein paar schöne Maiskolbenpiekser (ich weiß gar nicht wie man die in Deutschland sonst nennen soll?), denn wenn wir zuhause sind steht die Grillsaison ins Haus und Jessi und ich lieben Maiskolben. Dann gibt's noch ein paar Spreader zum Schmieren von weicher Butter, Käsecreme oder was auch immer, die auf jeder Tafel schön dekorativ sind und allerlei weitere Kleinigkeiten. Schade oder auch gut so, dass ich keine Kreditkarte mehr habe. Ich durchkämme ein paar Klamottenläden und lande schließlich bei Schuhen. Ich kaufe 2 Paar Keds aus Stretchmaterial in blau und beige, die sind heute reduziert und kosten keine 20 $ das Paar. In einem Laden für Kinderkleidung finde ich noch etwas richtig Süßes für mein neues Patenkind. Den Laden könnte ich auch leer kaufen, aber die fehlende Kreditkarte .... Dann komme ich in einen Laden mit Accessoires ? hier sind viele Sachen reduziert und ich stelle eine große Tüte für meinen Patenkinder zusammen mit Haarreifen, an denen kleine Schleier befestigt sind, kleine Satinhandschuhe mit Pailletten, Haarbänder, Piratenmützen usw. Da werden die Kiddies einen schönen Spaß mit haben, wenn Pirat Pierre die schönen Prinzessinen Viviane und Camille entführt und Ritter Etienne alle wieder befreien muß.
Auch wenn ich zunächst nicht ganz sicher war was ich die ganzen 4,5 h mache, aber Jessi und ich haben es tatsächlich geschafft bis zur letzten Minute die Läden zu durchkämmen, zum Schluß muß ich mich noch zum Treffpunkt beeilen. Jessi hat bei Hilfiger und Guess zugeschlagen und Richi hat seinen ipod bekommen und hat dann im Hotel noch ein wenig gefaulenzt.

Jetzt haben wir alle Hunger und stoppen an einem Taco Bell - eine mexikanische Fast Food Kette, die wir die ganze Zeit schon einmal ausprobieren wollten. Es gibt für uns alle ein Menü mit Wraps, bei dem soviel übrig bleibt, dass wir ein Doggybag für abends mitnehmen. Dann stoppen wir ein letztes Mal bei Walmart und kaufen die letzten Lebensmittel, die wir gerne noch mitnehmen möchten und zurück geht?s zum Hotel. Leider sind zwischenzeitlich Wolken aufgezogen, so dass es nicht wirklich Sinn macht, denn Rest des Nachmittags am Pool zu verbringen. Um die Zeit dennoch sinnvoll zu nutzen, beschließen wir unsere Koffer zu packen, was sicherlich ein gutes Stück Arbeit werden wird ...
Zum ersten Mal sehen wir unsere ganzen Einkäufe wieder, die die meiste Zeit unserer Tour in der großen Tauchtasche verbracht haben und sind begeistert Sachen zu finden, an die wir gar nicht mehr gedacht haben. Für den Flug müssen die Lebensmittel sicher verpackt werden. Vieles muß mehrfach in Tüten - Verpackungen, Schuhkartons müssen weggeworfen werden und das Gewicht der einzelnen Koffer und Taschen sollte dann halbwegs stimmen. Es erweist sich als sehr clever, dass wir zwei große Koffer gekauft haben, denn als wir fertig sind ist irgendwie in allen etwas drin - wir haben mächtig zugeschlagen, aber was Kleidung angeht ist hier nicht einfach nur die Auswahl viel größer, sondern auch der Preis oft viel viel günstiger als vergleichsweise bei uns.

Als alles eingepackt ist, ist auch schon wieder Zeit für die Managers Reception. Es gibt heute wirklich nur einen Cocktail, nach mehr ist uns einfach nicht. Leckeres Gemüse mit Dip gibt's heute wieder und Nachos mit Salsasauce, leider heute keine heiße Käsesauce. Dann haben wir ja auch noch unser Doggybag und so müssen wir gar nicht mehr raus aus dem Hotel zum Essen.
Wir gucken noch die vorletzte Folge von American Idol (dem Vorläufer des deutschen "Deutschland sucht den Superstar") und werden das Finale in der kommenden Woche verpassen, recherchieren aber sicher im Internet wer gewonnen hat.

Eigentlich ist jetzt alles fertig für den Rückflug, dreieinhalb unvergeßlich schöne Wochen neigen sich dem Ende zu ? unglaublich, dass wir fast einen Monat hier waren und wie schnell die Zeit vergangen ist. Der Flieger geht erst morgen abend, also haben wir für morgen einen Late Check Out mit dem Hotel abgesprochen, das heißt wir können das Zimmer ohne Probleme bis 13.00 Uhr nutzen, denn dann erst müssen wir los in Richtung LA.
(Dany)



Tag 24 - Donnerstag 18.05.2006


Start: Oxnard
Ziel: Los Angeles
Route: Alamo, Flughafen LAX

Gefahrene Meilen: 100

Hotelkritik: Siehe Vortag

Bericht:
Gegen halb 8 klingelt unser Wecker, denn wir wollen das leckere Frühstück auf keinen Fall verpassen. Gegen 8.00 Uhr sind wir unten und können das heute so richtig genießen – gut, dass wir gestern auf den ein oder anderen Cocktail verzichtet haben.


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Es zieht leider wieder Dunst vom Meer herein, so dass ein letzter Gang in den Pool keinen Sinn macht. Die Koffer sind gepackt, alle Arbeiten erledigt. Also machen wir einfach nach dem Frühstück noch von 9 – 11 eine Runde Bubu, sehen ein bißchen Fern oder lesen etwas und lassen den Urlaub Revue passieren.  Wir duschen alle, machen uns langsam reisefertig und checken um kurz vor 1 aus. Wir starten zur letzten Fahrt mit unserem schönen Auto – der wird Richi in Deutschland fehlen – in Richtung Los Angeles.

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Gegen viertel nach 2 sind wir bei Alamo, unserer Autovermietung. Wir laden das Gepäck aus – jetzt kommt der wohl schwierigste Teil –  3 große Koffer, einen kleinen Koffer, eine Reisetasche und die Riesentauchtasche + Handgepäck für jeden mit 6 Händen bis zum Flughafen zu bekommen.  Richi und ich gehen ins Gebäude, da wegen der Autoversicherung noch einiges geklärt werden soll wg. diverser Formulare bezüglich des Einbruchs usw. Jessi sitzt draußen mit dem ganzen Gepäck und sieht aus, als wolle sie auswandern.


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Wir erwischen einen sehr sehr netten Shuttlebusfahrer, der uns beim Gepäck hilft und uns die fehlenden Arme ersetzt. Die letzten Meter bis zum Lufthansaschalter sind dann schnell geschafft. Hier steht eine ellenlange Schlange vor uns und auch recht schnell hinter uns und es geht sehr langsam voran. Nach kurzer Zeit geht Richi mit seiner Frequent Traveller Card zur Business Schalter und fragt ob wir auch dort einchecken können. Selbstverständlich – im Gegensatz zu der Aktion in Frankfurt beim Hinflug – hier überhaupt kein Thema. Wir verlassen also die lange Schlange und kommen am leeren Business Schalter direkt an die Reihe, da niemand vor uns ist *grins*.  Wir müssen unsere Ersatzpapiere vorlegen – Gott sei Dank haben wir Onlinetickets für den Flug, das wäre recht teuer geworden, wenn unsere Flugtickets gestohlen worden wären, meint der Herr am Schalter. Das Gepäck wird gar nicht gewogen und auch nicht eingecheckt, wir müssen hiermit ein paar Meter weiter zum Durchleuchten. Wir müssen schauen, dass alle unsere Gepäckstücke nach dem Durchleuchten auf große Wagen gepackt werden und dann von einem Flughafenangestellten weggerollt werden. Komische Vorgehensweise, na ja hoffen wir, dass alles mit uns in Frankfurt ankommt. In jedem Fall ist jedes Gepäckstück mit unserer Adresse versehen – wird schon schief gehen ...

Jetzt haben wir noch gut 2,5 Stunden bis zum Abflug. Wir gehen durch zum Abfluggate und wundern uns sehr, außer am Lufthansaschalter wird nicht einmal mehr unser Paß kontrolliert. Raus lassen die Amis also jeden – nur bei der Einreise gibt mächtig Zirkus. Wir schauen kurz im Duty Free vorbei, der zum Teil teurer ist als das Outlet Center und kaufen nur ein wenig Alkohol, der wirklich günstiger ist. Dann essen wir Salat und Hot Dogs und schlagen die Zeit ein wenig tot bis es endlich in den Flieger geht.

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Obwohl wir die gleiche Sitzreihe wie auf dem Hinflug haben, haben wir leider viel weniger Beinfreiheit. Die Maschinen sind wohl leider nicht vom selben Typ. So ein Mist. Eine Reihe vor uns rechts sitzen Leute mit einem Baby, das jetzt schon schreit und daneben noch eins – na das kann ja heiter werden. Der Mann vor mir klappt seinen Sitz schon zurück bevor wir richtig gestartet sind, da könnte ich platzen und das Filmangebot ist auch nicht der Riesenbringer – Harry Potter kennen wir doch schon. Na ja was solls in 12 Stunden sind wir zuhause ...

Dann heben wir ab und es heißt „Good bye America“ – ein unvergeßlicher Urlaub geht zu Ende.
(Dany)


Tag 25 - Freitag 19.05.2006


Bericht:
Wir sind gerade mitten über dem Atlantik und werden ca um 14:20 Uhr in Frankfurt landen. Mal sehen, ob alle unsere Koffer auch ankommen...
Das Essen auf dem Flug ist OK und die Stewardessen sind sehr nett. Viel Schlafen kann ich auf dem Flug nicht. Richi sitzt am Fenster und schafft es mit Ohrenstöpseln ein wenig Ruhe zu finden. Wenigstens schlafen die Babys recht ruhig, nachdem die Stewardessen deren Wannen an der Bordwand eingehangen haben und die Babybetten gebaut haben. Die können sich wenigstens ausstrecken – NEID ... Unterwegs haben wir ein Gewitter, wir werden mehrfach gebeten uns anzuschnallen und es rüttelt ganz ordentlich.

Relativ pünktlich landen wir in Frankfurt. Jetzt wird auch die spannende Frage beantwortet, ob  unser Gepäck wirklich mitgeflogen ist und wenn ja, die noch viel spannendere Frage, ob es auch ins Auto passt, wer weiß was man uns dieses Mal schickt??? Aber alle Angst ist unbegründet – ein Koffer nach dem anderen läuft vom Band und der nette Herr, der uns bereits von Lay zum Flughafen gebracht hatte, hat sein Versprechen wahr gemacht  und holt uns mit einem großen 8-Sitzer mit genügend Stauraum für unser Gepäck ab. Den brauchen wir auch. Nach gut einer Stunde Fahrt schließen wir Freitagnachmittag endlich die Türen in der Kapellenstraße wieder auf. Richtig platt sind wir, aber froh, dass wir alle heil wieder da sind. Auf unserem Tisch finden wir eine „Willkommen zurück“ Torte, die gute Freunde uns gebacken haben.

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Wir trinken etwas, duschen und dann brauchen wir erst einmal unser Bett. Nach einem 2-stündigen Schläfchen haben wir wieder ein wenig Energie und fangen an auszupacken. Mann so viele tolle Sachen haben wir mitgebracht ... wir sortieren die Schmutzwäsche und fördern einen Magneten nach dem anderen zu Tage. Es sind viele außergewöhnliche dabei, die gut eingewickelt und verpackt werden mußten. Richi macht eine große Fläche am Kühlschrank frei und einer nach dem anderen findet dort seinen neuen Platz. Als wir fertig sind, sind es über 50 Stück und wir staunen selbst, was wir alles gesehen haben.

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Es war einfach eine supergeile Zeit und ich würde die Tour jederzeit genauso wieder machen – danke Richi für die tolle Planung -, es gibt nur 10 Minuten die ich gerne ändern bzw. streichen würde und das waren die an der Golden Gate in San Francisco. Doch selbst das hatte etwas positives: Wir wissen jetzt, dass wir auch richtig schwierige Situationen gemeinsam meistern können und dass wir uns alle 3 sehr sehr lieb haben.  
(Dany)

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